Tatort Zeitung
In den Printmedien schlagen sich Politiker die Köpfe ein und in den Online-Medien präsentieren sie sich als harmlose Biedermänner
Um ihr politisches Profil im Vorfeld einer Wahl (Kommunalwahl 2011) zu schärfen, nutzen Parteien fast jede Gelegenheit, ihre(n) politischen Gegner auf die Bretter zu legen und auszuzählen. Meist fehlt jegliche Sachlichkeit - es wird nur aufeinander eingedroschen. Was hat dies mit Demokratie zu tun?
Wenn man die kommunalen Parlamente näher anschaut, findet man häufig nur Rentner oder Menschen, die kaum über einen nennenswerten Sachverstand verfügen. Machtdenken scheint noch an der Tagesordnung ganz oben zu stehen. Ist es da verwunderlich, wenn junge und fitte Bürgerinnen und Bürger in der Minderheit sind oder die Politikverdrossenheit zunimmt? Warum muß man sich einer Partei anschliessen, um sich politisch zu engagieren und/oder seinen Sachverstand einzubringen?
Von einer Bürgergesellschaft, die den “Volksentscheid” durchgängig zulässt, sind wir noch meilenweit entfernt - obwohl es doch im Grundgesetz verankert wurde.
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